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03.11.2004

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Zitat aus der BKA-Veröffentlichung :

Nigerianische Betrüger nutzen  das Internet

 

Die seit 12 Jahren bekannten nigerianischen  Angebotsschreiben werden heutzutage per e-Mail versandt. Tausendfach erhalten  deutsche Firmen, Behörden und Privatpersonen e-Mails mit der Aufforderung, bei  dem Transfer von Millionenbeträgen ins Ausland behilflich zu sein. Als Belohnung  für die Mithilfe werden bis zu 30 % der Summe (in der Regel zwischen 20 und 45 Millionen US-Dollar) in Aussicht gestellt.

Neben Nigeria sind in den letzten Jahren weitere afrikanische Staaten wie Togo, Ghana, Sierra Leone, Elfenbeinküste und Südafrika als Absendender bekannt geworden.  Die angebliche Herkunft der Gelder reicht von unterschlagenem Firmenvermögen über  unverhofft aufgetauchte Familienschätze bis hin zu angeblichen Erbschaften nach plötzlichen Todesfällen. Tatsächliche politische und gesellschaftliche Veränderungen sowie Naturkatastrophen und Flugzeugabstürze werden geschickt in die Legenden eingeflochten.

Bekundet jemand sein Interesse an dem angebotenen Geschäft, erhält er per Telefax zahlreiche offiziell aussehende Schreiben der Central Bank of Nigeria CBN, der Nigerian National Petroleum Corporation NNPC, oder sonstigen, meist fiktiven Behörden, in denen er als Empfänger der Millionensumme eingetragen ist.
Die angebliche Freigabe der  Gelder wird anschließend durch unterschiedliche Phantasiebehörden wie The  Presidency - Debt Reconciliation Committee, The Foreign Payment Office, Debt Management Department, Office of the Accountant General, Federal Inland Revenue Service, Central Bank of Nigeria - Department of Foreign Operation, Fund Release  Authority, International Fund Remittance u.ä. bestätigt.

Vor der  Auszahlung werden jedoch in allen Fällen Provisions-, Verwaltungs- oder  Versicherungsgebühren fällig, die von dem deutschen Geschäftspartner gefordert  werden. Hat dieser dann Zahlungen geleistet, verzögert sich die  Auszahlung des Millionenbetrages immer wieder wegen unterschiedlichster Schwierigkeiten , die nur durch Zahlung weiterer Beträge beseitigt werden können.
Nicht selten werden zur Übergabe des Geldes persönliche Treffen im europäischen Ausland (bevorzugt London und Amsterdam) arrangiert. Seriös  gekleidete Herren präsentieren dann einen Koffer mit schwarz eingefärbten  Dollarnoten, die nur mit einer teuren Chemikalie wieder entfÃärbt werden können. Keine Frage, dass man angesichts des greifbar nahen Millionenbetrages  leicht bereit ist, auch diese Kosten zu übernehmen.

 In keinem bisher bekannten Fall kam es tatsächlich zu einer Übergabe oder Überweisung der Millionen. Alle vorab gezahlten Beträge sind verloren.

 

Für den Umgang mit derartigen Angeboten gilt deshalb:

 

 Nie antworten!  Wegwerfen!

 

Sollten Sie bereits auf Grund eines solchen Geschäftes Zahlungen geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, erstatten Sie  Strafanzeige bei dem Betrugskommissariat Ihrer örtlichen  Polizeidienststelle..


 

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