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Nigeria Connection

Nigeria-Connection. ( Nigerian-Scam oder auch 419- Betrug )
WAS KANN ICH DAGEGEN TUN ?
Für den Umgang mit derartigen Angeboten empfiehlt die Polizei:

Nigeria-Connection. ( Nigerian-Scam oder auch 419- Betrug )

Ein alter Begriff für eine immer noch funktionierende Masche. Sie erhalten ein E-Mail, meistens in englischer Sprache. Darin teilt Ihnen eine hochgestellte Persönlichkeit aus Nigeria, oder einen anderen schwarzafrikanischen Land, z.Bsp. Ghana, mit, daß er eine sehr hohe Summe Geld außer Landes bringen muß. Meistens ist die Rede von 30 !! Millionen US-Dollar. Nun sollen Sie ein Konto zur Verfügung stellen damit man das Geld nach Deutschland transferieren kann. Dafür sollen sie eine Provision von z.Bsp. 5 bis 30 % erhalten ! Es klappt dann auch alles prima bis kurz vor der Aktion sich der Geldgeber meldet und behauptet, es wären Schwierigkeiten aufgetreten und er müsse z.Bsp. einige Beamte bestechen oder Transferkosten vorlegen. Nun sollen Sie 30.000 DM, oder in dieser Größenordnung, vorschießen damit das Geschäft schnell abgewickelt werden kann.

Die Forderungen werden wie folgt begründet :

· 5 % Überweisungsgebühren,
· 1 % Anwaltskosten,
· 3 % Wirtschaftsförderungsfondssteuer (National Economic Recovery Fund Tax),
· Erbschaftssteuer (im Fall von Hinterlassenschaften),
· Mehrwertsteuer, Einkommensteuer u.ä.,
· Freigabegebühren (Bestechungsgelder für Dritte).

Seien Sie sicher : Sobald ihr Geld angewiesen ist werden Sie nie wieder etwas hören oder sehen von dem angeblichen reichen Mann ! Bei dem BKA und anderen Polizeidienststellen gab es jahrelang Sonderkommissionen zur Bekämpfung der sogenannten Nigeria-Connection. Nun versuchen diese Betrüger ihr Glück wieder per E-Mail. Die Masche ist immer die gleiche, nur die Story wechselt und das Herkunftsland kann auch schon mal Liberia oder Ghana u.ä. sein.

WAS KANN ICH DAGEGEN TUN ?

Sie können bei der örtlichen Polizei die E-Mail ( mit Header ! ) vorlegen und Anzeige wegen versuchten Betruges erstatten, leider laufen diese Anzeigen hier in Deutschland meist ins Leere.

Besser ist es eine der nachfolgenden Stellen zu informieren :

a)
The Assistant Inspector-General of Police
"D" Department
The Nigeria Police
Alagbon Close
Ikoyi, Lagos

b)
The Commissioner of Police
Special Fraud Unit
"D" Department
13, Milverton Road
Ikoyi, Lagos
Tel.: 00234-1-2692728 (gleichzeitig auch Fax-Nummer), 00234-1-2691675
Fax: 00234-1-2691095

c)
National Intelligence Agency
P.M.B. 213
Garki, Abuja

Diese Behörden versuchen, die Täter zu ergreifen und strafrechtlich zu belangen. Eine Verfolgung zivilrechtlicher Ansprüche ( falls sie schon etwas bezahlt haben) ist so gut wie ausgeschlossen.

Schlimm genug, dass es im Februar 2003 das erste Menschenleben kostete, als ein geprellter Tscheche in Prag den nigerianischen Botschafter erschoss. Nigeria hat einen eigenen Strafrechts-Paragrafen 419 für den verwendeten "Vorauskasse-Betrug" eingeführt und Nigerias Finanzminister Ngozi Okonjo-Iweala versprach am World Economic Forum 2003 in Davos, dass die Betrüger bald verhaftet würden.

Erstmals in Europa wurde Ende Januar 2004 in Amsterdam ein Nigeria-Betrugsring gesprengt der schon Millionen Euro ergaunert hatte.80 Polizisten durchsuchten 23 Appartments und nahmen 52 Beteiligte fest. Außerdem konnten 50.000 Euro in bar, Computer, Mobiltelefone und gefälschte Dokumente sichergestellt werden. Ein Verdächtiger verletzte sich durch einen Sprung aus dem dritten Stock seiner Wohnung. Er wollte seiner Verhaftung entgehen. Der holländische Kabel-Provider UPC hatte zuvor die Behörden informiert, weil die über sein Netz regelmäßig große Mengen der entsprechenden Betrugsmails versandt wurden. In Deutschland gelten solche Mails als “straflose Vorbereitungshandlung”. Hier wird die Polizei erst aktiv wenn Geld gezahlt wurde, also zu spät.

Für den Umgang mit derartigen Angeboten empfiehlt die Polizei:

· Nie antworten! Ihr Briefkopf, Ihre E-Mail-Adresse oder Kontonummer könnten für weitere kriminelle Taten missbraucht werden.
· Die Ihnen übersandten Angebotsschreiben oder E-Mails müssen Sie der Polizei nicht weiterleiten; gleichartige Angebote liegen bereits tausendfach vor.
· Werfen Sie den Brief weg oder löschen Sie die E-Mail!
· Sollten Sie bereits unmittelbaren Kontakt mit den Anbietern aufgenommen oder gar Zahlungen geleistet haben, erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle!

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