-Anzeige-

Internefallen
Verbraucherschutz im Internet

Steuern | Behördenwegweiser | Internetfallen

Themenbereiche
sonstiges
Suchen
 
Web Internetfallen

Spam-Mails

Spam-Mails
Ich will keine Massen E-Mails oder Werbung
WARNUNG vor E-Mail Anhängen mit Dialerprogrammen !
Problem der WEB-BUGS
SPAM-Schutz
Tipp für Homepagebetreiber und News-Groups :
Woher kommt meine Spam-Mail ?
Spam mit gefälschten Absenderadressen
Zusendung unerbetener Werbemails grundsätzlich rechtswidrig
Betrüger klauen Visa-Kreditkartennummern mit gefälschten Mails
80% der Spam-Mails kommen von Zombie-Rechnern!

Spam-Mails

Spam E-Mails ist das massenhafte Zusenden von unerwünschten E-Mails an eine Adresse. Man bezeichnet auch massenhafte Werbe-E-Mails als Spam Mail. Die Absender versuchen oft einen ungeschützten Server zum verteilen ihrer E-Mails zu benutzen. Ist kein Firewall eingebaut und ein Server steht offen im Netz stellt dieser Rechnermißbrauch keine Straftat dar, sofern dem Geschädigten dadurch keine finanziellen Nachteile entstehen. Firmenserver haben normalerweise eine Standleitung und werden Nachts, wenn der Rechner nicht ausgelastet ist, mißbraucht. Diesen Mißbrauch kann man leicht durch entsprechende Schutzprogramme verhindern. Erst die Überwindung einer Fireball stellt ein widerrechtliches Eindringen in ihren PC dar.

Das Verschicken eines Werbeangebotes im Internet stellt zwar grundsätzlich keine strafbare Handlung dar, sollten Sie jedoch z. B. unaufgefordert pornographische Angebote erhalten, so könnte eine Straftat gem. § 184 Abs. 1 Nr. 6 StGB vorliegen . Massen- Werbe E-Mails können extrem lästig werden, Abhilfe ist nur möglich wenn Sie auch den Absender ermitteln können.Genau das ist aber meistens nicht möglich da die Absenderangaben regelmäßig gefälscht sind.

Unschön ist auch das Zusenden von gefälschten E-Mails mit angeblichen Viruswarnungen oder getürkten Versprechen/Gewinnen. Hier handelt es sich meistens um verdeckte Dialer-Programme oder um Virenzusendungen.

Landgericht Berlin, Beschluß vom 14.Mai 1998 - 16 O 301/98 - wegen "E-Mail-Werbung"

Das Gericht hat die versendung von Spam-Mail untersagt. Gründe ( Auszug ) : Die unaufgeforderte Zusendung von E-Mails verstößt gegen § 823 Abs.1 BGB. In der Rechtsprechung ist es anerkannt, daß die unerbetene Zusendung von Werbung und Prospekten durch Telefax gegen § 823 Abs.1 BGB verstößt, sofern der Empfänger nicht damit einverstanden ist oder sein Einverständnis im Rahmen einer bereits bestehenden Geschäftsverbindung vermutet werden kann. Aus den gleichen Gründen ist aber auch die Zusendung von E-Mails ohne vorheriges Einverständnis oder in den Fällen, in denen nicht bereits eine Geschäftsverbindung besteht, unzulässig.

Ich will keine Massen E-Mails oder Werbung

Auch das ist kein Problem. Alle Provider und Free-E-Mail Anbieter haben sogenannte Filter . Mit diesem Filter können sie voreinstellen welche E-Mails sie nicht erhalten möchten. Die Eingabe von Newsletter u.s.w. schützt sie vor unerwünschter Werbung.

Rechtlich kann man mit einer Unterlassungserklärung gegen den Absender vorgehen. Näheres dazu können sie auf der Homepage von Rechtsanwalt Ackermann nachlesen oder auf der sehr guten Seite zum Thema www.spamflam.de.

Wenn sie sich durch Spam-Mails belästigt fühlen wenden sie sich doch einfach an den jeweiligen Provider der Webadresse. Mit etwas Glück nimmt der Provider den unseriösen Anbieter schnell vom Netz. ( Es kommen aber immer neue nach ).

Wie Sie ein E-Mail Header ( Absenderleiste oberhalb der E-Mail ) richtig lesen und daraus den Absender rauslesen können steht hier :

http://sites.inka.de/ancalagon/faq/headrfaq.html

Ein vollständiger, daher 100 % Schutz, gegen Spam-Mails gibt es leider nicht. Hier hilft nur ignorieren und nicht reagieren. Gute Schutzprogramme lindern die Werbeflut.

Beschwerde beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. :

Haben Sie Spam-Mails von einem deutschen oder über einen deutschen Provider erhalten können sie sich hier beschweren, der Online-Beschwerdedienst klappt ganz gut :

http://www.eco.de/servlet/PB/menu/1020201_l1/index.html

Rechtliche Möglichkeit :

Sie haben das Recht, Ihren Povider aufzufordern die Zusendung der entsprechenden Spam-Mail zu unterlassen. Dies ist geregelt im § 13a TKV. Meistens stammt jedoch die Spam-Mail nicht direkt von Ihrem Provider sondern wurde von dort nur durchgeleitet. Der Provider ist aber verpflichtet Ihnen Auskunft über den Absender zu geben. Dann können Sie den Absender-Provider direkt abmahnen. Kennt der Absenderprovider nicht seinen Kunden, muß er logischerweise alle weiteren Mails dieses Absenders blockieren. Sie können ruhig Ihre Beschwerde per E-Mail versenden, dann können Sie auch leichter die Spam-Mail als Anlage beifügen.

So könnte die Abmahnung dann aussehen:

Beispiel:

Sehr geehrte Damen und Herren,
laut Auskunft meines Providers xyz ist Ihnen die Rufnummer 0190-88... zur weiteren Vergabe zugeteilt worden. Für diese Rufnummer wird mittels unerlaubter E-Mail-Werbung (Spam-Mail) geworben.
Nach § 13a TKV sind Sie verpflichtet unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen um weitere Rechtsverstöße zu unterbinden. Ich erwarte innerhalb der nächsten 72 Stunden Ihre Antwort, mit welchen Maßnahmen Sie gegen diesen unseriösen Anbieter vorgehen werden.
Des weiteren bitte ich Sie gem. § 13 und 13a Unterlassungsklagengesetz mir den Namen und die ladungsfähige Anschrift Ihres Kunden mitzuteilen.
Eine anderwertige Beschaffung dieser Daten ist naturgemäß nicht möglich, ich beabsichtige entsprechende rechtliche Schritte gegen den Betreiber dieser Rufnummer einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Anlg.: E-Mail mit vollständigen Header vom 11.11.1911

Würde sich jeder Empfänger solch einer Mühe unterziehen, könnten vielleicht die Spam-Mails ausgetrocknet werden.

Hier gibt es eine Liste der aktivsten Spammer :

http://www.spamhaus.org/rokso/index.lasso

Ein neueres Urteil und nochmals ein Wettbewerbsverstoß durch Spam-Mails klargestellt:

Spamming - OLG Düsseldorf, Urteil vom 22. September 2004, AZ: I-15 U 41/04

Mehr dazu unter : http://www.aufrecht.de/3541.html (einschließlich Urteilstext und Leitsatz).

WARNUNG vor E-Mail Anhängen mit Dialerprogrammen !

Leider werden in letzter Zeit immer häufiger Spam-E-Mails versandt mit Anhängen. In diesen Anhängen ist oftmals ein Dialerprogramm enthalten. Alles über diese Dialerabzocke finden Sie auf der Seite Dialerabzocke.

Oftmals sind diese Spam-Mails als Warnungen vor Viren oder mit verlockenden Angeboten zum “ Gratis-Surfen” gespickt um das Interesse des Empfängers zu wecken.

Zur Zeit bekannt :

-Spam Mail von Microsoft (Fälschung ) mit einer Viruswarnung und der Aufforderung ein Gratisschutzprogramm zu starten.

- Spam Mail von surfen-fuer-nix.de.vu ,Werbung mit Gratissurfen, Es wird auch hier ein teurer Dialer installiert.

Die Liste ändert sich täglich, daher gilt immer :

-Niemals unbekannte E-Mails öffnen oder gar den Anhang öffnen !

Problem der WEB-BUGS

Unseriöse Anbieter verschicken ihre Spam-Mails über mehrere Ecken und verstecken darin einen sogenannten WEB_BUG.

Web-Bugs sind winzige, unsichtbare, 1x1 Pixel große Mingrafiken. Diese Minigrafik wird in der E-Mail eingebaut und mit einer Interseiteseitenadresse verlinkt. Öffnen Sie nun die E-Mail wird automatisch die hinterlegte Web-Adresse aufgerufen und öffnet sich. Der Versender erreicht dadurch folgendes:

- Er weiß nun, das die E-Mail Adresse besteht

- Er weiß, dass Sie auch unbekannte E-Mails öffnen und anschauen

- Er kann Ihnen durch diese Technik ein Web-Dialer unterjubeln ( siehe hierzu unter Dialerabzocke) oder auch POP-Up-Fenster mit Schmuddelangeboten / Sexseiten öffnen lassen.

Sie können sich dagegen wehren indem Sie :

- Keine unbekannte E-Mails runterladen !!! Die allerbeste Lösung !!!

- Kein HTML in Ihrem E-Mail-Programm zulassen

- Firewall so einstellen, dass Ihr E-Mail Proramm nur Zugriffauf die Ports 25 und 110 erhält. ( Diese Ports sind fürs verschicken und empfangen der E-Mails ).

SPAM-Schutz

Wiksamer Schutz gegen Spam, insbesondere von ausländischen Absendern, gibt es wie zuvor beschrieben, praktisch nur durch Filterprogramme.

Freeware Spam-Filter gibt es unter :

http://www.mail.de.uu.net/spam/spamfilter.html

Tipp für Homepagebetreiber und News-Groups :

Es gibt spezielle Suchroboter die alle Homepageseite und Newsgroups nach E-Mail Adressen scannen. Schon wenige Stunden nachdem sie , z.Bsp. im Impressum, ihre E-mail-Adresse veröffentlicht habe kommen die ersten Spam-Mails. Ein Trick dagegen :

Hängen Sie einige Buchstaben an ihre Mailadresse an , z.B.: Name@t-online.deutsch

Schreiben Sie einen Hinweis, dass der Benutzer die letzten Buchstaben weglassen muß, der Suchroboter erkennt das nicht und die Spam-Mail geht als unzustellbar zurück.

Woher kommt meine Spam-Mail ?

Meistens ist der Absender gefälscht, daher die normal sichbare Anzeige zeigt irgendeine beliebige Absenderadresse an. Woher die E-Mail tatsächlich kommt können Sie aber am E-Mail Header erkennen. Der Header ist der “ Umschlag” der E-Mail und wird normalerweise nicht angezeigt. Sie können sich aber diesen Header anzeigen lassen und dann analysieren.

Viele Zeilen mit From: und To: zeigen den Weg der E-Mail über diverse Server an. Die dort stehende E-Mail Adresse ist weniger wichtig, wichtig ist die dazu angezeigte IP-Nummer des Absenders / Servers. Über diese IP-Nummer können Sie den Provider feststellen und sich ggf. dort beschweren.

So zeigt Ihr E-Mail Programm den E-Mail_Header an :

Eudora: `BlahBlah`- Button in der Toolbar anklicken

MS Outlook: Taste oder Tasten Befehl+

MS Outlook 97: bei geöffneter Mail: “Datei” anklicken, dann “Eigenschaften”, dann “Internet”, dort Anzeige aktivieren

MS Outlook Express: bei geöffneter Mail: “Datei”, dann “Eigenschaften”, dann “Details”, oder Tasten STRG + F3

Netscape: “Ansicht”, dann “Seitenquelltext”, oder STRG + U

Pegasus: Tasten STRG + H

The Bat: “Spezial”, dann “View Source” oder , dann “View”, anschließend “RFC-822 header” aktivieren

T-Online Mail: Im Menü “Alle Kopfzeilen anzeigen” auswählen, Sie können auch mit der Maus in den Text klicken ( RECHTE Maustaste) und dann “Alle Kopfzeilen anzeigen” auswählen

Spam mit gefälschten Absenderadressen

Seit einigen Wochen rollt eine neue Spam-Welle: Als Absender werden vom bislang unbekannten Versender beliebige, existierende E-Mail-Adressen eingetragen. Bei den vermeintlichen Absendern quillt das E-Mail-Fach durch Rückläufer von ungültigen E-Mail-Adressen über; die erbosten Empfänger machen ihrem Unmut gegenüber dem vermeintlichen Absender und deren Provider Luft. Die Spam-Versender operierten bislang vorzugsweise unter erfundenen E-Mail-Adressen, die Zahl der Meldungen über gefälschte, reale Absenderadressen oder erfundene Adressen aus existierenden Domains ist aber in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen. Die Opfer dieses perfiden Vorgehens sind machtlos, der Spam-Angriff erfolgt aus dem Schutz der Anonymität.

Der Provider Strato hat bereits auf diese Vorfälle reagiert und weist im Kundenbereich und auf E-Mail-Anfragen auf diese Vorfälle hin. Derzeit arbeitet das Unternehmen daran, die so genannte "Catch-All"-Funktion für ihre Kunden abschaltbar zu machen. Diese Funktion stellt alle Mails, die an ungültige Adressen innerhalb einer Domain gerichtet sind, ins Administrator-Postfach dieser Domain zu. Falls die Spammer zahlreiche Adressen aus dieser Domain verwendet haben, treffen entsprechend viele Mails ein, die entsorgt werden müssen. Ein Strato-Sprecher bezeichnete es gegenüber heise online als "ärgerlich, dass die Spammer ein unter normalen Umständen beliebtes Feature unbrauchbar machen".

Strato kündigt zwar an, gegen die Urheber der E-Mails vorzugehen, das dürfte aber schwierig werden: Die wirklichen Absender der Mails, die für Potenzmittelchen, falsche Doktortitel, Online-Glücksspiele und ähnlichen Schnickschnack werben, sind schwer zu ermitteln. Und solange der Absender anonym bleibt oder sich in einem Land aufhält, wo derlei Tun nicht verboten ist, ist ihm nicht beizukommen.

Auszug aus heise-News vom 15.09.2003, den ganzen Artikel können Sie hier nachlesen :

http://www.heisenews.de/newsticker/data/uma-15.09.03-000/

Zusendung unerbetener Werbemails grundsätzlich rechtswidrig

Das Versenden von Werbemails ohne Zustimmung des Empfängers ist wettbewerbswidrig. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab der Klage eines Internet-Dienstleisters statt, der sich gegen einen elektronisch verschickten Werbe-Newsletter eines Konkurrenten gewandt hatte. Durch die Zusendung von Mails zu Werbezwecken entstehe "eine Belästigung für den Empfänger, die dieser nicht hinzunehmen braucht", heißt es in dem jüngst veröffentlichten Urteil. Weil diese Versandmöglichkeit schnell und billig sei, müsse man mit einem "Nachahmungseffekt" rechnen, so dass diese Werbeart immer weiter um sich greife und damit zu einer unzumutbaren Belästigung werde, argumentierte der Wettbewerbssenat. Zwar seien Kosten und Aufwand für das Löschen einzelner Mails gering. "Diese Beurteilung fällt jedoch bei einer größeren Anzahl unerbetener E-Mails ganz anders aus." (Aktenzeichen: I ZR 81/01 vom 11. März 2004)

Allerdings betrifft das Urteil nur Ansprüche aus dem Wettbewerbsrecht, also vor allem zwischen Konkurrenzunternehmen. Zu möglichen Klagerechten betroffener Verbraucher ist hier leider nichts bekannt. Zur Zeit können leider nur Konkurrenzunternehmen Abmahnen. Der BGH erleichterte den betroffenen Konkurrenzunternehmen zudem die Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen gegen wettbewerbswidrige Mails erheblich. Nach dem Urteil trifft den Versender der Mails die volle Beweislast. Damit müsste er vor Gericht beweisen, dass der Empfänger sein Einverständnis erteilt hat, um sich gegen den Vorwurf der Wettbewerbswidrigkeit zu wehren.

Massen-Werbe-Mails können also teuer werden, auch in Deutschland.

Betrüger klauen Visa-Kreditkartennummern mit gefälschten Mails

Trickbetrüger versuchen derzeit, an VISA-Kreditkartennummern zu gelangen. In gefälschten Mails mit englischem Text fordern sie Kunden auf, ihre Daten zu aktualisieren. VISA habe aufgrund eines Sicherheitsproblems ein Update eingespielt, weshalb Kunden nun ihre Daten nochmals eingeben müssten, heißt es in den Mails.

Die Nachricht stammt auf den ersten Blick von einem gültigen Absender "Visa-Security", diese ist jedoch gar nicht registiert. Zudem verrät der Mail-Header, dass die Mails in Wirklichkeit von Free-Mail-Accounts stammen. In der Mail ist ein Link angegeben, der angeblich zu www.visa.com führt. Ein Klick darauf führt dann aber zu einer gefälschten Seite der Betrüger, auf der man seinen Namen und seine Kreditkartennummer eingeben soll. Die Seite ist mittlerweile nicht mehr zu erreichen, laut Postings in der Mailing-Liste Full-Disclosure hat wohl der Provider die Seite gesperrt. (24.12.2003)

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/dab-24.12.03-000/

80% der Spam-Mails kommen von Zombie-Rechnern!

Das kanadische Unternehmen Sandvine, Anbieter von Lösungen für das Netzwerk-Management, stellt eine Trend-Analyse vor. Nach Einschätzung des Unternehmens werden inzwischen 80 Prozent des gesamten Spam von Rechnern verschickt, die mit Trojanern verseucht sind.

Gemeint sind damit in erster Linie die Rechner von Endanwendern, die aufgrund der Sicherheitslücken im Betriebssystem und der Software des Monopolisten Microsoft für Würmer angreifbar sind. Jeder neuen Wurm-Welle folgt nach den Erkenntnissen Sandvines eine neue Spam-Flut........................

Quelle/ ganzer Artikel unter: http://www.intern.de/news/5699.html

zurück